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Glutenunverträglichkeit und -intoleranz erkennen und damit umgehen

Erkennen einer Unverträglichkeit & der Umgang mit dieser

Viele Menschen leiden unter Problemen mit Magen und Darm, kennen aber nicht die Ursache. Oftmals kann es mit dem Konsum von Gluten zusammen hängen. Nicht immer muss es eine Glutenunverträglichkeit oder Intoleranz sein. Es kann auch einfach ein Überkonsum von Gluten sein. 

Wie Du Deine Glutenunverträglichkeit erkennen kannst und was Du dann dagegen tun kannst, erfährst Du hier.

Wir haben zusätzlich Rezepte und weitere Informationen rund um ein Leben ohne Gluten.

Glutenintoleranz und -unverträglichkeiten sind extrem wichtig zu erkennen und um ihres Daseins zu wissen. Nur dann kannst Du dich entsprechend ernähren und besser fühlen.

Zunächst bitten wir Dich keinen Selbstversuch zu starten. Wenn Du nun also die Vermutung hast an Glutenintoleranz zu „leiden“, iss nicht drei Tage nur Weizenprodukte, um zu sehen, ob es dir schlechter geht. Das wird es! Auch ohne Glutenintoleranz!

Wichtig zu erwähnen ist, dass eine Intoleranz oder Weizenallergie nur selten vorliegen. Meistens handelt es sich um eine Glutensensitivität. Diese entsteht ganz einfach dadurch, dass wir Menschen für den im Alltag hohen Glutenkonsum nicht gemacht sind.

Die folgenden Zeichen können eine Sensitivität oder gar Intoleranz zeigen. Diese müssen trotzdem immer mit einem Arzt besprochen werden.

1. Zeichen: Allgemeine Verdauungsbeschwerden

Verdauungsbeschwerden kennt jeder. Werden diese allerdings zum Dauerzustand kann man davon ausgehen, dass etwas nicht stimmt.

Verdauungsprobleme inkludieren Blähungen, Bauchkrämpfe, Durchfall und Verstopfung. All diese Beschwerden können durch eine Glutenunverträglichkeit verursacht werden. Solltest Du also ständig unter solchen Problemen leiden, such bitte deinen Arzt auf. Hierbei kann nicht nur Gluten die Ursache sein, sondern auch andere Unverträglichkeiten oder Darmerkrankungen können Auslöser sein.

Die Verdauung ist einer der wichtigsten Prozesse im Körper, weshalb eine Unstimmigkeit sofort abgeklärt werden muss.

2. Zeichen: Müdigkeit

Müdigkeit kann natürlich auch Ursache vieler Mangelerscheinungen sein. Solltest Du allerdings sicher sein keinen Mangel an Vitaminen und Mineralstoffen aufzuweisen, kann Gluten die Ursache sein. Schlechte Ernährung macht müde, lustlos und antriebslos – wer kennt´s nicht?

Ein Frühstück mit 2 Weizenbrötchen wird euch keine Energie geben, sondern eher Energie bei der anspruchsvollen Verdauung klauen. Solltet Ihr also mal Euren Ernährungsplan für eine Woche reflektieren und feststellen, dass mehrmals am Tag glutenhaltige Produkte konsumiert werden – streicht diese!

Es ist nicht notwendig. Es gibt viele Alternativen, die keine Alternativen sein müssen. Ernährt Euch viel pflanzlich und lasst Weizen in Brot und Nudeln einfach weg. Ihr werdet sehen, dass Ihr mehr Energie haben werdet. Es ist ein Kreislauf, denn dadurch schafft Ihr auch mehr, seid produktiver und motivierter. Go for it!

3. Zeichen: Psychologische Symptome

Neben all den körperlichen Symptomen, zählen auch psychische Veränderungen zu den Symptomen. Diese treten oft in Kombination mit körperlichen Symptomen auf, da das Wohlbefinden langfristig gestört wird. 

Depressionen, depressives Verhalten, Lustlosigkeit, Mutlosigkeit und Stimmungsschwankungen können daher ebenfalls für die Unverträglichkeit sprechen.

4. Zeichen: Kopfschmerzen

Kopfschmerzen, insbesondere migräneartige Kopfschmerzen, können Indiz für eine Glutenunverträglichkeit oder -sensibilität sein. Erneut zu erwähnen ist, dass genau wie alle anderen Symptome, auch dieses kein eindeutig der Unverträglichkeit zuordbares Symptom ist. 

Allerdings ist auffällig, dass viele Menschen, die an einer Glutenunverträglichkeit des Klebereiweißes Gluten leiden, nach dem Verzehr von Gluten über einen Kopfschmerz klagen.

5. Zeichen: Glieder- und Gelenkschmerzen

Dieses Symptom äußert sich oft verschieden.

Betroffene sprechen oft von einer Taubheit oder einem Kribbeln in Armen und Beinen.

Aber auch Schmerzen in Finger-, Schulter- und Knöchelgelenken können auftreten.

Grippeähnliche Gliederschmerzen und/oder rheumatische Erscheinungen sind ebenfalls keine Seltenheit.

Allgemein solltest du Veränderungen deiner Extremitäten beobachten und bei dem Auftreten solcher Symptome einen Arzt aufsuchen. 

6. Zeichen: Hautausschläge und irritationen

Viele Betroffene klagen über ein verändertes Hautbild.

Neben stark ausgetrockneter Haut, kann es zu roten Ausschlägen und Irritationen kommen. Diese können vermehrt im Gesicht, Hals, Dekollete, Armen, Händen und Knöchel auftreten. Zusätzlich wird oftmals angegeben, dass ein Juckreiz bei den entsprechenden Stellen auftritt. Glutenunverträglichkeit kann sich also auch auf die Haut auswirken.

7. Zeichen: Gewichtsreduktion

Bei einer Glutenunverträglichkeit kann es zum Kraft- und Gewichtsverlust kommen. Solltet Ihr eine Gewichtsreduktion verspüren, obwohl keine Veränderung im Essverhalten und Bewegungsumfang vorliegt, solltet Ihr auch bei diesem Symptom schnellstmöglich einen Arzt kontaktieren.